Das KLOSTER

Das ehemalige Pauliner Kloster in Tannheim

Hintergründe, Fakten, Legenden und  sonstige Geschichten von einem besonderen Ort in Tannheim. Heute steht noch eine kleine Gedenk-Kapelle am ursprünglichen Standort des Klosters.

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Die Geschichte des Klosters Tannheim

1353

Die Gründung des Paulinklosters in der Schwarzwaldgemeinde Tannheim in Villingen war im Jahr 1353 eine vollendete Tatsache. Es steht fest, dass Graf Hug von Fürstenberg das Kloster gründete. Darüber berichtet die älteste Urkunde über das Kloster:

„Ich, Graf Hug von Fürstenberg tue kund, daß ich und alle meine Erben Vogt und Herr sind über das Hus und über die Hofstatt und über vier Juchert Holz und Feldes, das die Brüder des Ordens S. Paulus innehaben und auf derselben Hofstatt sitzen und über Holz, über das Feld, das um das Hus gelegen ist, Vogt und Herr bin und all meine Erben. Gegeben auf Burg Zindelstein, den 24. Juli 1353.“(Berner, Herbert (1971): Tannheim –  Geschichte von Dorf und Kloster am Osthang des Schwarzwaldes, S. 125.)

Das Kloster war umgeben von Feld und Wald und lag zwischen den Dörfern Tannheim und Wolterdingen.

1779

Im Jahr 1779 brannte das Kloster aus unbekannter Ursache ab. Es muss ziemlich alles verbrannt sein auch in der Kirche und Sakristei. Der Wiederaufbau wurde im gleichen Jahr begonnen und war im Herbst vollendete Tatsache. Von der bischhöflichen Behörde wurde ein Tragaltar geschickt mit der Erlaubnis, darauf die heilige Messe zu lesen bis zur Kirchenkonsekration.

1802

Als durch Napoleon Altes zerschlagen und Neues an die Stelle gesetzt wurde, war der Haupttragende die katholische Kirche. Ihre Klöster und Stifte wurden säkularisiert und an weltliche Herren verschenkt; teils wurde mit Brutalität und sinnloser Zerstörungswut zerschlagen, was 1000 Jahre aufgebaut wurde. So auch das Tannheimer Paulinerkloster im Jahr 1802. Das Kloster hörte dort nun auf zu bestehen.

1861

Im Jahr 1861 wurde das Kloster von der Pfarrgemeinde von fürstlichen Rentenamt in Donaueschingen gekauft mit dem Plan das das Klostergebäude abzubrechen, um aus dem Abbruchmaterial die neue Kirche und ein Pfarrhaus zu bauen.

1898

Der Klosterabriss wurde 1898 vollzogen. Bis auf eine große Scheune, die noch heute – renoviert und umgebaut – bewohnt wird.

Am 15. April 1898 fertigte der amtierende Pfarrer Keller ein Protokoll über eine Grabesöffnung an. Das Protokoll vermag die Zweifel jedoch nicht zu beseitigen, ob es sich wirklich um die Überreste des Seligen Cuno handelte.

1980

Auf Drängen von Ottmar Wehrle, ein Tannheimer Sohn und ehemaliger Besitzer der Firma Glas Wehrle in Villingen, wird im Jahre 1980 vom Tannheimer Pfarrgemeinderat und Spender:innen aus der Bürgerschaft Tannheims eine Gedenkkapelle errichtet.

Psssst! … kennen Sie schon unseren „Seligen Cuno, der Schweiger“?


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